CeBIT 2015: Cloud, Industrie 4.0, Mobility und BI/Big Data die beherrschenden Themen, Einfachheit der rote Faden

March 18, 2015

Die diesjährige CeBIT lässt sich nicht unter dem einen „großen“ Thema zusammenfassen, die Cloud ist weiterhin in aller Munde, das Schlagwort „Industrie 4.0“ gewinnt an Bedeutung, auch wenn der Begriff noch wenig klar definiert ist. Daneben sorgte SAP mit der Februar 2015 vorgestellten SAP S/4 HANA für ein Messe-Highlight.

 

Was in unseren Augen alle neuen Themen eint, ist die Einfachheit in der Nutzung (Apps). Große Datenmengen können erstmals technisch effizient und sogar mobil genutzt werden, um Geschäftsprozesse einfacher und effizienter zu gestalten. Die Verbreitung der Smartphones hat den Zugang und die Affinität zu den neuen Technologien in der Breite verbessert.

 

Auch die auf Unternehmenskunden ausgerichtete SAP stellt die Vereinfachungen für den Anwender ins Zentrum. Diese beziehen sich u.a. auf Datenmodell, Nutzererfahrung, Entscheidungsfindung und die Business Prozesse.  Bemerkenswert ist, dass SAP bereits mit der eigenentwickelten In-Memory Plattform HANA anfing u.a. die eigene Bastion im ERP-Bereich zu schleifen, um dann selbst als erster Spieler im Markt eine neue (größere) Festung (basierend auf SAP S/4 HANA) zu errichten. Die eigenentwickelte In-Memory-Plattform bildet die Basis für die Innovationsthemen „Internet der Dinge/Industrie 4.0“, „Big Data“ und „mobile-first“.

 

Die neue Einfachheit ist vor allem aus Sicht der Nutzer gegeben –  etablierte Geschäftsmodelle von Dienstleistern (etwa Implementierungsdienstleistern) werden durch die neue Einfachheit mitunter vor nicht unerhebliche Herausforderungen gestellt. So dürfte es beispielsweise gerade für kleinere SAP-Partner schwierig sein die Bandbreite der neuen Angebote der SAP abzudecken und den Wandel vom (spezialisierten) SAP-ERP-Lizenzvertrieb hin zum Vertriebspartner innerhalb der neuen SAP S/4 HANA-Welt zu vollziehen. Für größere SAP-Partner, wie etwa All for One Steeb, die in der Lage sind auch das neue, breiter gefasste SAP-Spektrum und andere gängige Businesslösungen mit eigenem Know-how abzudecken, bietet der gegenwärtige Umbruch dagegen hervorragende Möglichkeiten.

 

Ein praktisches Beispiel für die Nebeneffekte der neuen Einfachheit lieferte der Messebetreiber selbst. Der Ticketerwerb und die Registrierung zur CeBIT erfolgt mittlerweile nahezu ausschließlich online und ist auch über Smartphones komfortabel möglich ist. Im Eingangsbereich der Messe (West1) stehen seit Jahren (Self-)-Scan-Terminals, versehen mit dem Hinweis das Ticket zu registrieren. Die meisten Besucher bewegen sich dementsprechend mit ihren ausgedruckten Tickets reflexartig auf die Scanner-Terminals zu. In diesem Jahr wurden sie dann jeweils von freundlichen Servicekräften des Messeveranstalters abgefangen und darauf hingewiesen, dass die Registrierung bereits online erfolgt sei…

 

So banal dieses Beispiel klingen mag: Der Umstieg zu einer neuen und effizienteren  Technologie kann für Unternehmen mit zunächst höheren Kosten verbunden sein (etwa wegen doppelter Strukturen) – dies darf aber kein Grund sein sich den neuen Entwicklungen zu verweigern. Im Gegenteil, das Beispiel SAP zeigt in unseren Augen wie ein Marktführer mit disruptiven Technologien umgehen sollte (während der einstige Handy-Weltmarktführer Nokia mit der anfänglichen Skepsis und Verweigerungshaltung gegenüber Smartphones eher unfreiwillig ein Gegenbeispiel lieferte).

 

 

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